Die Pentagon Ranger 2.0 Hose hat anfangs einen guten Eindruck bei mir hinterlassen – sie ist ordentlich genäht, hat eine attraktive Farbe und sieht im Alltag richtig gut aus. Man sieht, dass sie einen zivilen Charakter hat und eher für den täglichen Gebrauch gedacht ist. Der Schnitt ist sehr eng anliegend, was ich als Vorteil sehe, besonders für Menschen mit schlanker Figur. Leider enden damit die Vorteile, und die Nachteile treten zutage. Das RIPSTOP-Material erwies sich als überraschend steif und wirkt wie gestärkt. Selbst nach ein paar Wäschen bleiben die Hosen steif und sind nicht besonders bequem. Der einzige Pluspunkt ist die leichte Elastizität des Materials in der Querrichtung. Wenn ich diese Hose als taktische Hose benutzen müsste, hätte ich sie wahrscheinlich direkt zurückgegeben. Ein weiteres Thema sind die Taschen, die meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Typ dieser Hose passen. Die Cargotaschen sind extrem flach und klein – sie eignen sich höchstens für Kleinteile. Ein Handy passt zum Beispiel nicht in die Cargotasche und steht in den vorderen Taschen sogar heraus. Die vorderen Taschen sind viel flacher als bei anderen Alltagshosen oder Jeans. Außerdem kamen meine Hosen mit einer Bügelfalte, was bei so steifem Material überhaupt keinen Sinn ergibt. Man bekommt diese Falte nicht richtig rausgebügelt, sodass die Farbe an diesen Knickstellen schneller abnutzt. Nach etwa eineinhalb Monaten Benutzung sind bereits deutlich hellere Linien sowohl vorne als auch hinten zu sehen. Ich trage sie ausschließlich im Alltag: auf der Arbeit, im Auto, zu Hause, ohne intensive Beanspruchung. Angesichts des Preises von etwa 300 zł hatte ich eine deutlich höhere Qualität erwartet. Ich war immer der Meinung, dass Militärkleidung langlebig und gut durchdacht ist, aber in diesem Fall wurde ich leider enttäuscht. Das größte Manko ist diese unselige Bügelfalte und der schnelle Abrieb des Materials an diesen Stellen – das sieht unästhetisch aus, was auch auf den Fotos zu sehen ist.