Wanderschuhe stellen besondere Anforderungen: Sie müssen bequem und langlebig sein und gleichzeitig bei wechselnden Witterungsbedingungen zuverlässig schützen. Wer wasserdichte Wanderschuhe sucht, stößt schnell auf den Begriff Membran — eine dünne Funktionsschicht, die den Fuß trocken hält, ohne die Atmungsaktivität zu opfern. Ob Gore-Tex Schuhe, Sympatex oder Te-Por: Das Angebot an Membrantechnologien ist groß, die Unterschiede sind jedoch entscheidend für den Komfort auf dem Trail.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Membran funktioniert, welche Membrantypen es in Wanderschuhen gibt, welche Vor- und Nachteile Membranschuhe mitbringen — und wann wasserdichte Wanderschuhe mit Membran die richtige Wahl sind.
Was ist eine Membran im Schuh und warum wird sie eingesetzt?
Eine Membran ist eine hauchdünne, zusätzliche Materialschicht mit besonderen Funktionseigenschaften: Sie macht den Schuh wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv — das bedeutet, Feuchtigkeit (Schweiß) kann von innen nach außen entweichen, während Wasser von außen nicht eindringt.
Je nach Membranaufbau funktioniert das Prinzip unterschiedlich. Die verbreitetsten mikroporösen Membranen nutzen eine Vielzahl von Mikroporen, deren Durchmesser kleiner ist als ein Wassertropfen. Schweiß in Dampfform kann nach außen diffundieren, flüssiges Wasser — etwa Regentropfen — dringt hingegen nicht ein. Bei einigen Membrantypen ist ein Wassertropfen bis zu 20.000-mal größer als die Poren der Membran.
Welche Membrantypen gibt es in Wanderschuhen? — Überblick
Gore-Tex Schuhe, Te-Por, Sympatex und weitere Membranen begegnen einem beim Kauf von Wanderschuhen ständig. Doch welche Unterschiede bestehen zwischen diesen Technologien? Membranen lassen sich nach zwei Kriterien einteilen: nach der Porenstruktur und nach dem verwendeten Material.
Mikroporöse und porenlose Membranen
Die Einteilung nach Porosität unterscheidet zwei grundlegende Typen:
1. Mikroporöse Membran
Diese Membranart basiert auf trichterförmigen Kanälen, deren Durchmesser weit kleiner als ein Wassertropfen ist. Schweiß in Dampfform wird nach außen geleitet, während flüssiges Wasser — etwa Regentropfen — nicht eindringen kann. Die bekannteste mikroporöse Membran ist Gore-Tex.
2. Porenlose Membran
Sie arbeitet durch Absorption und Diffusion auf Basis hydrophiler (wasseranziehender) und hydrophober (wasserabweisender) Materialkomponenten. Wassermoleküle werden in die Membran aufgenommen und nach außen abgegeben, ohne dass Poren vorhanden sind. Typische Vertreter porenloser Membranen sind Te-Por und Sympatex.
Teflon-, Polyester- und Polyurethan-Membranen im Vergleich
Das zweite Einteilungskriterium ist das Basismaterial der Membran:
- Teflon-Membran (PTFE) — entsteht durch chemische Behandlung von pulverförmigem Polytetrafluorethylen. Sie ist besonders robust, bietet hervorragende Wasserdichtigkeit und Temperaturbeständigkeit, ist jedoch weniger flexibel. Das bekannteste Beispiel ist Gore-Tex, das auch in Hardshell-Jacken und anderen Outdoor-Ausrüstungen eingesetzt wird.
- Polyester-Membran — aus modifiziertem Polyester gefertigt, mit ähnlicher Wasserdichtigkeit wie Teflon-Membranen, aber höherer Flexibilität. Te-Por und Sympatex gehören zu dieser Kategorie. Sympatex punktet zusätzlich mit Recyclingfähigkeit und PFOA-freier Herstellung.
- Polyurethan-Membran — die flexibelste und günstigste Variante, jedoch weniger langlebig als Teflon- oder Polyestermembranen. Ein Beispiel ist Air-tex.
Zusammenfassend lassen sich die gängigsten Membranschuhe so einordnen:
- Mikroporöse Teflon-Membran: Gore-Tex
- Porenlose Polyestermembran: Te-Por, Sympatex
Membranschuhe: Vor- und Nachteile im Überblick
Wasserdichte Wanderschuhe mit Membran sind auf vielen Touren unverzichtbar — sie sind jedoch kein universelles Allround-Schuhwerk. Neben klaren Vorteilen gibt es auch Einschränkungen, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.
| Vorteile von Schuhen mit einer Membran | Nachteile von Schuhen mit Membran |
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Wanderschuhe mit oder ohne Membran — was passt zu mir?
Membranschuhe sind eine bewusste Kaufentscheidung, bei der Kompromisse abgewogen werden müssen.
Wer ein vielseitiges Paar wasserdichte Wanderschuhe sucht, das für unterschiedliche Wetterbedingungen geeignet ist, liegt mit Membranschuhen richtig. Bedenken Sie jedoch: Bei langen Sommertouren in warmem Klima kann die reduzierte Atmungsaktivität spürbar werden — Schuhe ohne Membran sind dann oft komfortabler. Werden Sie hingegen unterwegs von Regen überrascht, schützt die Membran zuverlässig vor durchnässten Füßen. Für Spätherbst, Winter und frühen Frühling sind Gore-Tex Schuhe und vergleichbare Membranmodelle daher besonders empfehlenswert.
Wichtig zu wissen: Die meisten Membranen funktionieren am besten im sauberen Zustand. Schlamm, Staub oder Sand können die Poren verstopfen und die Atmungsaktivität merklich verschlechtern — besonders im Sommer ist das spürbar. Verwenden Sie daher ausschließlich Pflegeprodukte, die für Membranschuhe geeignet sind, etwa mountval fluid. Weiteres Zubehör finden Sie in der Kategorie Imprägnier- und Pflegemittel für Schuhwerk.
Wer ganzjährig aktiv ist, sollte zwei separate Paare in Betracht ziehen: wasserdichte Membranschuhe für die kalte Jahreszeit und leichte, atmungsaktive Wanderschuhe ohne Membran für Frühlings- und Sommertouren.
Wasserdichte Wanderschuhe mit Membran bei MILITARY
Membranschuhe bieten auf nassen Trails und in der kalten Jahreszeit entscheidende Vorteile — es lohnt sich, ein solches Paar im Schrank zu haben. Im MILITARY finden Sie eine große Auswahl an wasserdichten Wanderschuhen mit verschiedenen Membranen, darunter zahlreiche Modelle mit Gore-Tex-Technologie. Das Sortiment umfasst sowohl hohe als auch niedrige Schafthöhen. Falls Sie sich fragen, welche Trekkingschuhe grundsätzlich zu Ihnen passen, empfehlen wir unseren weiterführenden Ratgeber: Welche Trekkingschuhe soll ich wählen?







